Pressemitteilung Nr. XX / 2026 Erdverkabelung

Wenn es der Bund und Land mit einem zügigen Netzausbau ernst meinen, müssen die noch kommenden großen Stromtrassen unbedingt weiter mit Erdkabeln realisiert werden. Ein Umschwenken auf Freileitungen mag auf den ersten Blick vielleicht kostengünstiger sein. Betrachtet man den gesamten Rahmen wird jedem schnell klar, dass uns dies tatsächlich viel teurer zu stehen käme. Die Rückkehr zu Freileitungen würde große Widerstände nicht nur in der niedersächsischen Bevölkerung, die schon heute durch den Stromnetzausbau überproportional belastet ist, auslösen. Bürgerinitiativen, Demonstrationen, Klageverfahren etc. wären die Folge; und Verzögerungen sind beim Bauen bekanntermaßen ein riesiger Kostentreiber,“ so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (Stadt Oldenburg), Präsident des Niedersächsischen Städtetages.

 

Außerdem werden die Kommunen vor Ort wieder den großen Frust der Bevölkerung abbekommen“, ergänzt Oberbürgermeister Frank Klingebiel (Stadt Salzgitter), Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages. „Werden die Freileitungen gegen den Willen der Bevölkerung „durchgedrückt“, wird dies ein Hilflosigkeitsgefühl bei den Betroffenen hinterlassen, was schnell zur Stärkung der politischen Ränder führen kann. Wir sind uns alle einig, dass die Stromnetze ausgebaut werden müssen und wir sind auch alle bereit, unseren Beitrag für die Energiewende zu leisten. Jetzt aber vom bewährten Mittel der Erdverkabelung abzukehren halten wir – gerade in der aktuellen politischen Lage – für den völlig falschen Weg“.

 

Hintergrund:

Mit dem Gesetzentwurf zum Bundesbedarfsplangesetz hat die Bundesregierung beim SuedWestLink (DC42) die Rückkehr zur Freileitung und die Abkehr von der Erdverkabelung v.a. aus Gründen der Kosteneffizienz beschlossen (siehe dazu: https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Downloads/Gesetz/2026/20260429-entwurf-eines-zweiten-gesetzes-zur-aenderung-des-bundesbedarfsplangesetzes.pdf?__blob=publicationFile&v=6). Der Gesetzesentwurf wird voraussichtlich im Juni in den Bundestag eingebracht.

 

 

XX. Juni 2026

 

Ansprechpartner:

Dr. Jan Arning, Mobil: 0172 / 53975-16, E-Mail: arning@nst.de

Stefan Wittkop, Mobil: 0172 / 53975-13, E-Mail: wittkop@nst.de

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